Früher wollte ich Journalistin werden. Über das schreiben, was so los ist mit den Leuten. Dann wollte ich lieber zusammen mit den Leuten schauen, was so los ist und was man so machen kann. Die Kirche fand ich einen guten Ort dafür. Später wollte ich unbedingt mal einen Gedanken in Ruhe ganz zu Ende denken können. (Eltern werden mich umso besser verstehen.) Für etwas mehr als drei Jahre hab ich deswegen in einem Forschungsprojekt zum Protestantismus an der Uni München gearbeitet. Als meine Doktorarbeit fertig war, war meine erste Tochter 4, die zweite 2. Glaub ich. Mit Zahlen hab ich es nicht so.

Seit 2019 bin ich Pfarrerin und ich liebe es. Ich liebe allerdings neben Menschen vor Allem Worte. Dass ich nebenbei weiter wissenschaftlich und normal über Gott und die Welt schreiben darf, macht mich wahnsinnig glücklich. Im April 2023 hab ich nochmal „die Seite gewechselt“ und für zwei Jahre am Evangelischen Studienseminar für Pfarrausbildung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zukünftige Pfarrer*innen ausgebildet. Im September 2023 ist mein erstes „frommes Buch“ Wie man den Staub von der Hoffnung putzt, erschienen, im Januar 2026 gemeinsam mit Franziska Kestel Buch und Kalender Das Chaos umarmen – Wir wir leben lönnen, ohne alles im Griff zu haben.

Seit August 2025 arbeite ich mit einer halben Stelle als Klinikseelsorgerin am Chiemsee. Freiberuflich bin ich als Schreibcoach, Autorin und Referentin im Bereich Erwachsenenbildung und Spiritualität tätig.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen in Auswahl (bis 2019 erschienen unter Sabrina Hoppe):

Ehemalige Nationalsozialisten aus besten Beweggründen. Die „Soldatentagungen“ und die „Tagung für ehemalige Nationalsozialisten“ an der Evangelischen Akademie Bad Boll als Auseinandersetzung mit der fragilen Demokratie der Nachkriegszeit, Blätter für Württembergische Kirchengeschichte, 122, 97-180.

Protestantismus als Forum und Faktor. Sozialethische Netzwerke im Protestantismus der frühen Bundesrepublik, Tübingen 2019. (Dissertation)

Back to Top